Welche Logos haben das Zeug zur Marke?

In einem anderen Beitrag habe ich dargelegt, dass es zu einer Marke mehr braucht als ein Logo und dass das Logo eine untergeordnete Rolle spielt, um ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Marke werden zu lassen.

Trotzdem gibt es Logos, die als Markenzeichen geeigneter sind als andere. Auf was kommt es an? Woran erkenne ich sie?

Wir haben hier ein paar Merkmale zusammengestellt, die bei den meisten Markenzeichen zu finden sind. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, doch im Grunde gilt: wer diese Kriterien berücksichtigt, macht es sich einfacher falls aus dem Logo ein Markenzeichen werden soll.

Markenzeichen haben eine markante Erscheinung.

Gute Markenzeichen haben ausreichend dicke Linien, genug Kontrast und eine sichtbare Farbe. Das gewährleistet, dass das Logo in jeder Situation und in allen Grössen anwendbar ist. Ein ideales Seitenverhältnis von 2 zu 1 (Breite/Höhe) hat sich in der Praxis bewährt.

Sie funktionieren auch in schwarz/weiss.

Sie sind einfach, eigenständig und wiedererkennbar.

Viele Markenzeichen können in wenigen Strichen nachgezeichnet werden und werden sofort erkannt.

Sie haben eine ästhetische Qualität.

Markenzeichen können durch aktuelle Moden beeinflusst werden. Doch ein gutes Markenzeichen steht über Design-Trends.

Sie schaffen Orientierung.

Marken schaffen Vertrauen und geben Orientierung. Folglich ist es sinnvoll, Markenzeichen zu verwenden, die Dauerhaftigkeit ausstrahlen, und trotzdem Eleganz aufweisen.

Sie sind produktneutral.

Ein Markenaufbau braucht Zeit und Ressourcen, diese Investition zahlt sich langfristig aus. Darum ist es sinnvoll, ein produktneutrales Markenzeichen zu entwickeln, damit es für Neuausrichtungen des Unternehmens offen bleibt. Zum Beispiel hatte die Marke Apple von Anfang an keinen Computer im Logo. Somit war das Unternehmen offen für neue Produkte. Heute lebt es zum grossen Teil vom iPhone und nicht mehr von den Computern.